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	<title>Annett Horn, Coach</title>
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	<description>Coaching in Hannover und online / Orientierung und Veränderung</description>
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	<title>Annett Horn, Coach</title>
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		<title>Die Lösung liegt in Dir</title>
		<link>https://annetthorn.de/berufliche-neuorientierung-mut-zur-veraenderung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Annett Horn]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Mar 2026 10:10:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich bin „in einem bestimmten Glauben erzogen“ worden.<br />
Es ist richtig und gut, wenn ich gut in der Schule bin, eine vernünftige und solide Ausbildung mache und etwas Anständiges lerne, </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://annetthorn.de/berufliche-neuorientierung-mut-zur-veraenderung/">Die Lösung liegt in Dir</a> erschien zuerst auf <a href="https://annetthorn.de">Annett Horn, Coach</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Glaubenssätze</h2>
<p>Ich bin „in einem bestimmten Glauben erzogen“ worden.</p>
<p>Es ist richtig und gut, wenn ich gut in der Schule bin, eine vernünftige und solide Ausbildung mache und etwas Anständiges lerne, um versorgt zu sein.</p>
<p>Jetzt wo ich das aufschreibe merke ich, wie furchtbar dieser Glaubenssatz eigentlich ist. Es fühlt sich an, als wäre ich im tiefsten Mittelalter ohne Rechte als Frau und ohne die Möglichkeit, meine rosaroten „Barbie &amp; Ken“ – Träume zu leben.</p>
<p>Und wie sich dabei meine ganzen Eingeweide zusammen ziehen!</p>
<p>Woher stammt das eigentlich? Ganz einfach und ohne Wertung: aus einer anderen Generation. Eine Generation, in der Sicherheit und Schutz noch ihre Berechtigung hatten.</p>
<p>In der Frauen zwar schon selbstständig sein sollten, aber bitte nicht zu sehr. Vielleicht doch besser 30:70, also 30% arbeiten und 70% Familie versorgen, Kinder großziehen, kochen, waschen, putzen. Eine Generation, die noch in Angst vor dem Unbekannten (in der Welt) großgeworden ist. In der Abhängigkeit einen anderen Stellenwert hatte.</p>
<p>Ich bin diesem Ruf gefolgt. Doch ich wusste von Anfang an ganz tief in mir, dass es falsch ist. Aber es ist auch bequem. Deshalb passte ich hübsch auf in der Schule. Ich legte wie frisch geputztes Tafelsilber sauber-glänzende Abschlüsse hin, in dem ich zwei duale Ausbildungen absolvierte.</p>
<h2>Wieso etwas aus sich machen.</h2>
<p>Ich war zu faul für ein Studium. Oder sagen wir mal: aufgrund dessen, dass ich nie wirklich wusste, was ich wollte und was in mir steckt, wusste ich auch nicht, was ich studieren sollte.</p>
<p>Mit meinen Anfang 20 war es unüblich, Zeit im Ausland zu verbringen. Das trauten sich damals nicht Viele zu. Und ich gehörte dazu.</p>
<p>Jetzt könnte ich sagen: das Übel lag in meiner Kindheit. Und ja, es stimmt.</p>
<p>Ich habe in meiner Kindheit Erfahrungen gemacht, die ich keinem Kind wünsche. Diese Erfahrungen waren erniedrigend, entmutigend, klein haltend, verstörend, belastend, einfach böse.</p>
<p>Viele Erfahrungen aus unserer Kindheit verschwinden nicht einfach, nur weil wir älter werden.</p>
<p>Besonders die schmerzhaften Momente setzen sich oft tief in uns fest. Sie werden zu inneren Mustern, die im Hintergrund weiterlaufen. Und je nachdem, welches Gefühl damals damit verbunden war (Angst, Scham, Unsicherheit, Ablehnung) beeinflusst, wie wir denken, handeln und die Welt um uns herum wahrnehmen.</p>
<p>Diese alten Eindrücke formen unsere Überzeugungen darüber, wer wir sind und was wir verdienen. Und manchmal merkte ich erst viel später, dass ich noch immer nach Regeln lebe, die aus einer Zeit stammen, in der ich kaum eine Wahl hatte.</p>
<p>Glaubenssätze waren Teil meines Lebens. Was also war der Auslöser dafür, von diesem beruflichen Weg abzuweichen? Wieso wollte ich irgendwann diesem gradlinigen, frisch geputzten, rot-braun vor-gepflasterten Weg nicht mehr folgen? Weshalb hatte das auch zum Teil gravierende Auswirkungen auf mein ganzes Leben?</p>
<h2>Wie es sich anfühlte.</h2>
<p>Also, einmal sicherlich, weil ich auch schöne Kindheitserlebnisse hatte. Das habe ich Dir in dem Blogartikel: <a href="https://annetthorn.de/richtig-oder-falsch/" target="_blank" rel="noopener">Richtig oder Falsch</a> aufgeschrieben.</p>
<p>Doch es glich auch einem inneren Ruf. Einem Gefühl, das langsam, wie eine leise-zischelnde chamäleon-farbene Schlange durch mich hindurch floss.</p>
<p>Es verpasste mir einen Schauer. Und sammelte sich in mir. Es fand nach und nach mehr Gehör.</p>
<p>Das Zischen wurde lauter wie eine Dampflok, die plötzlich Volldampf gibt. Der Schmerz des Alten, der wie eine gemusterte und kuschelige Decke warm auf mir lag, rief weiter nach mir. Warum? Wieso Veränderung? Lass‘ nicht zu, dass es sich immer weiter ausbreitet.</p>
<p>Doch dann meldet sich wieder dieses untrügliche Bauchgefühl und spricht:</p>
<p>Hier stimmt doch irgendetwas nicht mehr!</p>
<p>Ein Gedanke, dass es sein könnte, dass ich irgendwann in einer ungewissen Zukunft einen Job hätte, der mich erfüllt, strahlen lässt, sich warm anfühlt, erfüllt, zufrieden, motivierend und beseelt, ließ mich meine Situation überdenken.</p>
<p>Ich muss dazu sagen, dass auch andere Ereignisse in meinem Leben, vor gut 16 Jahren, dazu beitrugen, dass ich psychologische Hilfe in Anspruch nahm. Das war gut und richtig und es ist nicht zu negieren. In den Jahren danach habe ich andere Wegbegleiter*innen, Unterstützer*innen bzw. Menschen im Besonderen gefunden, die mit mir gemeinsam weitergegangen sind. Das ist nicht nur wichtig, sondern unerlässlich.</p>
<p>Dahingehend sammelte ich außerordentlich viele persönliche Erfahrungen, was das Coaching oder die Beratung ansich betrifft. Über viele Jahre hinweg, auch wenn ich natürlich auf der anderen Seite saß, häufte sich mein Wissen um unsere menschliche Psyche, zwischenmenschliche Kommunikation, Achtsamkeit, Neuorientierung, Identität, Werte und Beziehungen.</p>
<p>All das hinterfragte ich für mich auf intensive Weise. Solche inneren erdbeben-gleichen Umbrüche können durch Traumata oder starke Persönlichkeitsveränderungen ausgelöst werden.</p>
<h4>Ich weiß, wovon ich spreche.</h4>
<p>Denn ich beobachte mich selbst mit Tiefe. Ich erkenne Muster, benenne Gefühle, analysiere Situationen und zwar nicht, um zu verurteilen, sondern um mich und Andere zu verstehen. In Tiefe eben. Um Ehrlichkeit zu leben und ein respektvolles Miteinander. Nicht alles lässt sich immer verstehen. Es gibt immer Fragen, die unbeantwortet bleiben. Und ich weiß, dass ich das akzeptieren muss.</p>
<p>Reflektiert habe ich mein Tun schon als Teenager. Ich wusste nicht, dass das was ich tue, Selbstreflexion ist. Doch ich habe mich und mein Verhalten hinterfragt. Immer wieder. Ich habe versucht zu verstehen, wieso Menschen sich in bestimmter Weise verhalten. Wieso Menschen immer das Gleiche tun, obwohl sich dadurch nichts zum Besseren verändert.</p>
<p>Ich habe immer versucht, Jeden und alles in meiner unmittelbaren Umgebung zu erfassen. Ganz nach Art von Sherlock Holmes. Ich habe mich oft gefragt, wieso ich immer in die gleichen Fallen tapse. Zum Beispiel was die Liebe betrifft.</p>
<p>Es hat Jahre, sogar Jahrzehnte gebraucht, in denen ich reflektiert, gelernt, mich ausprobiert, mich weitergebildet, in mein Wissen investiert und mich dadurch weiter entwickelt habe. Und dann ganz plötzlich kommst Du an einen Punkt in Deinem Leben, an dem kannst Du gar nicht mehr anders. Die Reflektion ist Bestandteil Deines Seins. Du erlebst eine innere Veränderung, die all das sprengt wie ein Dynamitlager, was Du niemals für möglich gehalten hast.</p>
<h4>Der Mensch ist dazu fähig, innere Veränderungen durchzumachen.</h4>
<p>Erwachsene Menschen können durch tiefe seelische Umbrüche in Verhaltensweisen zurückfallen, die der späten Kindheit und jungen Erwachsenenzeit entspricht. Du orientierst Dich innerlich neu. Das ist kein Rückschritt. Ähnlich wie in der Pubertät werden Identität, Werte und Beziehungen intensiv hinterfragt.</p>
<p>In dieser Phase wird die Psyche reorganisiert.</p>
<p>Das heißt, Du durchläufst eine neue seelische Weiterentwicklung. Diese Zeit kann vollstopft sein wie ein schlecht gepackter Urlaubskoffer mit intensiven emotionalen Schwankungen und Verwirrtheit.</p>
<p>Doch diesen Schritt zu gehen, hat gedauert. Dieser Schritt war geprägt von tiefen Existenzängsten, Unsicherheiten, Angst vor dauerhaftem Jobverlust, Gesichtsverlust.</p>
<p>Worauf wir uns zunächst konzentrieren, sind unsere Ängste.</p>
<p>Ängste haben eine enorme Wirkkraft. Sie halten uns davon ab, neue Wege zu bestreiten. Einmal etwas anderes auszuprobieren. Sie führen dazu, dass wir jeden Tag (im schlimmsten Fall) das Gleiche tun. Bis zu unserem natürlichen Ende.</p>
<h2>Was mir geholfen hat.</h2>
<p>Worauf wir uns konzentrieren sollten, sind unsere persönlichen Ziele und Aufgaben und nicht auf die negativen Erfahrungen. Und vor allem nicht auf unsere Ängste. Ja, ich kenne diese Ängste. Ich bin im Laufe meines Lebens oft und beinahe gestorben vor Angst, weil ich dachte, ich verliere Menschen und bin allein. Oder weil ich dachte, ich verliere meine Job und schlafe bald unter einer Brücke (wenn nicht schon besetzt.). Oder weil ich mehr Zeit mit Bedenkenträger*innen und Neidern verbracht habe, als mir selbst zu vertrauen.</p>
<p>Die Ängste sind da und sie bleiben auch. Doch wenn ich mich auf meine Ziele und Aufgaben konzentriere, dann werden sie kleiner. Ihr Ruf ist nicht mehr so laut im tiefgrünen Dschungel meiner negativen Erfahrungen.</p>
<p>Am Ende stehen nicht die negativen Erfahrungen, sondern das was uns Positives erwartet. Und bitte glaube mir: es gibt so unglaublich viele positive Erfahrungen und manchmal geschieht auch ein kleines Wunder.</p>
<p>Was mir half war, meine Ängste und Unsicherheiten mit Menschen zu teilen, die mich berieten und begleiteten und es dabei gut mit mir meinten. Die mich coachten und mir gut zuredeten. Und mir konkrete Fragen stellten: Was ist das Schlimmste, was Dir passieren kann? Was ist der Worst-Case? Und wenn Du den gefunden hast, wie wahrscheinlich ist es, dass das Schlimmste wirklich eintritt?</p>
<h4>Meine schlimmste Vorstellung war es, dass ich alles verliere und mich gleich dazu.</h4>
<p>All das öffnete mich innerlich.</p>
<p>Durch viele Gespräche und einer bewussten Klarheit wie ein strahlender Bergsee nach einem Gewitter wusste ich irgendwann, dass dies mehr als unwahrscheinlich war. Ich finde immer einen Job, verliere nicht mein Gesicht und genauso wenig meine Wohnung. Und ich selbst habe mich durch diese ganzen Erfahrungen sogar selbst gefunden. Mit jeder Erfahrung, die ich durchlebt habe, bin ich mir selbst mehr und mehr näher gekommen.</p>
<p>Die meisten Menschen bestätigen mir wie mutig und bewundernswert mein Verhalten ist.</p>
<p>Und sie wünschten mir alles Gute, diesen meinen neuen Lebensweg einzuschlagen.</p>
<h4>Was habe ich konkret getan?</h4>
<p>Ich lerne bis heute ohne Unterlass. Ich lerne, jede Aufgaben zu lösen. Auch und gerade wenn sie richtig schwerfällt und weh tut.</p>
<p>Niemand hat mich je speziell gefördert oder befördert.</p>
<p>Anstatt dessen sauge ich unzählige private wie auch berufliche Fort- und Weiterbildungen in mir auf.</p>
<p>Ich nahm in meinen Jobs auch Tätigkeiten wahr, die nicht klassisch zu meinem Aufgabengebiet gehörten. Weil sie mich forderten. Und ich merkte, dass ich dadurch mein Fokus erweiterte. Mein Wissen erweiterte sich und ich begriff mehr und mehr die Zusammenhänge menschlichen Verhaltens und fachlichen Verständnisses. Auch Andere unterstützte ich damit und half ihnen.</p>
<p>In der Zeit, in der ich 18 Jahre in der Versicherungswirtschaft tätig war, entwickelte ich mich zu einer fachlich versierten und weit aufgestellten Informatikkoordinatorin.</p>
<p>Ich betätigte mich in diversen Projekten, nicht nur konzeptionell. Führte selbst kleine Projekte durch. Führte ein kleines Team. Hier erlebte ich das erste Mal, welche große Verantwortung dies birgt: Führungsverantwortung inne haben.</p>
<h4>Niemals konnte ich mir vorstellen, selbst einmal Führungskraft zu werden.</h4>
<p>Für mich stellte es einen schlammig-tropfenden und überdimensionalen Mammut-Schritt dar. Also, mich mehr als nur gedanklich in eine ungewisse Zukunft zu begeben.</p>
<p>Ich war 18 Jahre lang in der gleichen Firma. Und wollte da raus. Ich sah meine Zukunft rosarot wie Zuckerwatte auf der Kirmis oder den Abendhimmel, nachdem sich der Sonnenschein mit Dunst mischt.</p>
<p>Eine erste Zwischenstation ergab sich beim Land Niedersachsen. Dort verbrachte ich 7 Jahre, abzüglich einem Jahr, in dem ich den zweiten Angestelltenlehrgang erfolgreich abschloss. Im Ministerium zu arbeiten kam mir spannend und herausfordernd vor. Und das war es auch, vor allem zwischenmenschlich.</p>
<p>Hier entwickelte ich noch mehr Widerstandskraft, vor allem gegen Menschen, die Mobbing zu ihrem Thema ernannt hatten. Es ließ mich erwachsener werden, reifen. Und mir wurde bewusst, dass ich mich an jedem neuen Ort, zu dem ich gehe, mitnehme. All meine Erfahrungen, mein Sein und mein Wirken spiegeln sich an und in dem neuen Job wieder.</p>
<p>Durch meinen letzten Jobwechsel in die Kinder- und Jugendhilfe erfüllte ich mir einen Traum. Jahrelang berührte mich dieses Thema in ganz persönlicher Art und Weise. Meine Kindheit war gespickt von sehr zwiespältigen und weniger liebevollen Erlebnissen.</p>
<p>Ich erhoffte mir sehr viel.</p>
<p>All die Fertigkeiten, Fähigkeiten, Kenntnisse und Berufserfahrungen brachte ich ein.</p>
<p>Ganz allein arbeitete ich mich in ein Arbeitsfeld ein, dass seit über sechs Monaten brach lag. Heute bin ich stolz darauf, den Herausforderungen auf dem Arbeitsplatz einer Entgeltverhandlerin gewachsen zu sein.</p>
<h2>Doch ist es das, was ich wirklich will?</h2>
<p>Mit jedem Jobwechsel habe ich etwas über mich gelernt: darüber, was mir guttut, was mich wachsen lässt und was mich klein hält.</p>
<p>Heute ist es für mich selbstverständlich geworden, genauer hinzuschauen. Ich frage mich nicht mehr nur, <em>welcher Job passt zu meinen Fähigkeiten</em>, sondern auch: <em>Wo fühle ich mich gesehen? Wo werde ich ernst genommen? Wo darf ich ich selbst sein?</em></p>
<p>Und gerade deshalb spüre ich es schneller und deutlicher, wenn ich in einem Umfeld lande, das mir kaum Rückhalt gibt. Wenn die Resonanz fehlt und die Unterstützung ausbleibt. Wenn es mehr um die Ziele eines Systems geht, als um die Menschen bzw. in meinem jetzigen Job die Kinder und Jugendlichen, für die wir eigentlich da sind.</p>
<p>Natürlich gehört es zu jeder neuen Erfahrung, dass man hineinwächst. Dass man Zeit braucht, um zu verstehen, wie alles funktioniert. Aber ich merke auch: Die Erfahrungen, die ich mache, tragen nur so viel Gewicht, wie ich ihnen selbst gebe.</p>
<p>Ich kann entscheiden, welche Bedeutung ich ihnen zuschreibe! Ich kann wählen, ob sie mich begrenzen oder mir zeigen, was ich wirklich brauche.</p>
<p>Und genau da taucht die Frage auf, die mich weiterhin begleitet: War das schon alles? Ist es das, was ich wirklich erreichen wollte?</p>
<p>Oder wartet da draußen noch ein Weg, der besser zu mir passt. Ein Weg, der sich nicht nur richtig anfühlt, sondern mich auch erfüllt?</p>
<p>Vielleicht beginnt die Antwort damit, ehrlich hinzuspüren, was ich mir wünsche. Mir zu erlauben, neue Möglichkeiten überhaupt in Betracht zu ziehen.</p>
<p>Doch wie herausfinden, was ich wirklich möchte?</p>
<h2>Wie es sich heute anfühlt.</h2>
<h4>Was ich liebe ist,</h4>
<ul>
<li>Menschen zu begleiten, mich mit ihnen auszutauschen, zu sehen, was sie bewegt, was sie gern in ihrem Leben ändern möchten,</li>
<li>mir und anderen Menschen Klarheit zu verschaffen,</li>
<li>Präsenz zu zeigen und sie zu vermitteln,</li>
<li>strukturiert zu sein,</li>
<li>mich persönlich weiterzuentwickeln und das ohne Unterlass,</li>
<li>Gruppen von Menschen in ihrer ganz persönlichen Entwicklung zu begleiten, Impulse zu geben, für sie da sein.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nach all diesen Fort- und Weiterbildungen, den ganz persönlichen Reifeprozessen, der Wahrnehmungsänderung fühle ich mich innerlich gefestigter, vertrauensvoller und ganz bei mir.</p>
<p>Ich wage mich daran, mich selbst als Unterstützerin und Begleiterin anzubieten.</p>
<p>Nach allem, was ich durchlebt, erlebt und miterlebt habe und um ein wenig zu fachsimpeln: Durch eine lösungsorientierte Herangehensweise war ich in der Lage, genau das für mein Leben zu verändern – bis heute!</p>
<h2>Seit 2025 bin ich nebenberuflich selbstständig.</h2>
<p>Und das ist mehr als eine Erfahrung</p>
<p>=&gt; in Bezug auf die Verantwortung.</p>
<p>=&gt; in Bezug auf mein kleines Unternehmen und dass ich führe.</p>
<p>=&gt; in Bezug auf die Klarheit und Tiefe, mit der ich all das betrachte.</p>
<p><strong>Ich tue das, weil es die beste berufliche und persönlichkeitsverändernde Erfahrung meines Lebens ist!</strong></p>
<p>Im Moment bin ich an einem Punkt in meinem Leben, an dem ich:</p>
<ul>
<li>weiß, was ich kann</li>
<li>weiß, mit welcher Haltung ich auftrete</li>
<li>weiß, was mich erfüllt</li>
<li>weiß, was mich erschöpft</li>
<li>weiß, welche Art von Arbeit mich lebendig macht</li>
<li>weiß, dass Klarheit wichtig ist für eine gute Orientierung und Zufriedenheit</li>
<li>weiß, dass ich Struktur und Rahmen brauche</li>
<li>weiß, dass ich nicht zwingend Sicherheit brauche, weil ich weiß, dass ich mir selbst Sicherheit verschaffen kann.</li>
<li>Und ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn man den Halt verliert.</li>
</ul>
<p>Zweifel gehören zum Leben dazu.</p>
<p>Nur durch Zweifel begegne ich mir wieder selbst. Ich hinterfrage mich, überdenke meine Taten, überdenke mein Verhalten und meine Reaktionen.</p>
<p>So lerne ich, mich weiter zu entwickeln. So kann ich es lernen. Nur so!</p>
<h2>Was ist, wenn das alles nicht funktioniert.</h2>
<p>Manchmal meldet sie sich wieder: die Angst. Manchmal verliere ich mich wieder ein Stück, fühle mich unfertig. Doch diese Rollen, in die ich mich dann gepresst fühle, die brauche ich nicht mehr. Ich will diese Rollen nicht mehr!</p>
<p>Alles, was mich ausmacht, alles was ich tue, alles was ich gebe, bin ich.</p>
<p>Was ich damit sagen möchte:</p>
<p><strong>Die Kraft liegt in Dir. Die Hoffnung liegt in Dir. Du bist, wer Du bist. </strong></p>
<p><strong>Und Du hast das Recht, Dich dafür inniglich zu lieben!</strong></p>
<p><strong>Auch Du schaffst es aus dieser Deiner ganz persönlichen Spirale heraus!</strong></p>
<p><strong>Wer immer Du sein möchtest oder was immer Du auch tun möchtest, wenn Du es aus tiefster Seele willst, dann wirst Du die Kraft aufbringen aus all dem, was Du in Dir trägst, Deine Aufgaben zu erfüllen. Damit erreichst Du Dein Lebensziel.</strong></p>
<p>Weil jeder Mensch diesen Impuls zum Wachstum insich trägt, diesen kleinen Samen, der da wächst und der nur gehegt und gepflegt werden muss.</p>
<p>Wir beginnen mit ganz wenigen und in ganz kleinen Schritten. Ein Schritt nach dem anderen.</p>
<p>Du schaffst das, weil ich es auch geschafft habe!</p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Richtig oder Falsch</title>
		<link>https://annetthorn.de/selbstvertrauen-und-inneres-wachstum/</link>
					<comments>https://annetthorn.de/selbstvertrauen-und-inneres-wachstum/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Annett Horn]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Feb 2026 16:04:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://annetthorn.de/?p=2315</guid>

					<description><![CDATA[<p>Von klein auf wurde mir der Mund verboten. Ich durfte nie sagen, was ich will, was ich mir wünsche, erträume. Mir wurde immer gesagt: Du hast gar nichts zu wollen. Tue das nicht! Lass das! Untersteh Dich! Sei ruhig! Reiß Dich zusammen!</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Das darfst Du nicht</h2>
<p>Von klein auf wurde mir der Mund verboten. Ich durfte nie sagen, was ich will, was ich mir wünsche, erträume. Mir wurde immer gesagt: Du hast gar nichts zu wollen. Tue das nicht! Lass das! Untersteh Dich! Sei ruhig! Reiß Dich zusammen!</p>
<p>Ich habe also gelernt, was ich nicht darf. Was ich nicht soll und sein lassen soll.</p>
<p>Meine Wünsche, Träume, Sehnsüchte lebte ich dann in meiner Fantasie aus. Ich las viel und erträumte mir eine Welt, in der sich meine Wünsche erfüllten.</p>
<p>Doch in der Realität traute ich mich das nicht.</p>
<p>Egal, was ich tat, ob ich eine bestimmte Schule besuchen wollte, einen bestimmten Berufswunsch hatte, es mich nach Abenteuern sehnte oder ich einen bestimmten Mann begehrte – ich traute mich nie, danach zu fragen oder es zu äußern. Das Erleben, wenn ich es tat, war immer negativ behaftet. Also tat ich es erst gar nicht, aus Angst, dass ich wieder nur Ablehnung erfuhr.</p>
<p>Die Angst machte mein reales Leben zu einem Ort der Niedergeschlagenheit und der Hoffnungslosigkeit. Wenn ich mir etwas zutraute, dann in einer geschützten Umgebung, z.B. in dem ich als Kind in der wohnortnahen und bewaldeten Umgebung herumstromerte. Mich damit meiner Fantasie hingab. Hier war ich sicher. Dort durfte ich sein, wie ich sein wollte. Wo es keine Einschränkungen gab.</p>
<p>Einen Ort, an dem ich eine Heldin war.</p>
<h4>Doch das war nur der erste Teil meines Lebens.</h4>
<p>Der Prolog, wenn man es möchte. Ein möglicher Ausgangspunkt.</p>
<p>Doch Steine lassen sich bearbeiten. Sie sind hart und oft unnachgiebig. Und wenn sie Dir auf den Fuß fallen, tut das verdammt weh.</p>
<p>Wirklich ausprobiert habe ich wenig. Und mir kam auch einmal der Gedanke, dass ich besser aufgebe.</p>
<p>Es passierte, dass ich überwiegend den Menschen vertraute, die dieses Vertrauen gar nicht verdient haben. Die mich danach nur noch schlechter behandelten oder ausnutzten, zu ihrem eigenen Vorteil.</p>
<p>Doch in mir war ein Mensch versteckt, der im Grunde nie ans Aufgeben dachte.</p>
<p>Auch wenn es diesen einen Moment gab, gab es auch einen anderen Teil in mir, der das nicht tolerierte.</p>
<p>War es Hoffnung? Stiller Glaube?</p>
<p>Oder einfach eine Sehnsucht, die ich von klein auf in mir trug?</p>
<h4>Wenn ich aufgab, dann würde ich niemals erleben, ob das Leben nicht doch irgendetwas bereit hält.</h4>
<p>Etwas, was ich mir bisher nur in meiner Fantasie ausgemalt hatte, mir erträumt hatte. Diese stille Hoffnung, die im Grunde Jede*r in uns trägt.</p>
<p>Etwas, von dem ich nicht einmal etwas ahnte, wie einzigartig und wundervoll es sein könnte.</p>
<p>Also änderte ich mein Leben. Ich änderte meine Einstellung. Nicht von allein und nicht sofort auf gleich.</p>
<p>Mithilfe vieler Menschen.</p>
<p>Therapeutische Hilfe, Seelenhilfe, freundschaftliche Hilfe, Eigene Hilfe &#8230;</p>
<p>Ich ging hinaus und teilte den Menschen mit, dass ich auch Bedürfnisse habe. Dass ich mir Dinge wünsche.</p>
<p>Die Änderungen waren klein, so klein, dass ich sie oft gar nicht spürte.</p>
<p>Und das Alte, dieses Gefühl, die positiven Dinge stünden mir immer noch nicht zu, war allgegenwärtig.</p>
<p>Es bestimmte auch weiterhin mein Leben und es quälte mich. Tief in mir hinterließ es weiterhin Spuren. Es zeigte sich in schwachen Momenten und erinnerte mich daran, wie wohltuend und bequem es angeblich sei.</p>
<p>Und es zwang mich, wieder alten Mustern zu folgen und mich selbst wieder leiden zu lassen.</p>
<h2>Doch wenn das Glück Einzug hielt und mich von innen strahlen ließ, dann hatte ich ein schlechtes Gewissen.</h2>
<p>In einigen Augenblicken jedoch ging es mir besser, richtig gut. Ich fühlte mich stärker. Durch monatelange Achtsamkeitsübungen verbesserte ich meine Wahrnehmung. Und ich sah das Glück. Es war greifbar. Ich hatte kleine Glücksmomente, einzigartige Erlebnisse. Damit ging es mir wieder besser. Oder doch nicht?</p>
<p>Ich fühlte mich schlecht deswegen, als wenn ich mich selbst verraten würde, weil ich glücklich war und Andere nicht. Weil Andere mich darum beneideten oder mich verurteilten.</p>
<p>Also ließ ich das wieder mit dem Glück. Und badete lieber wieder in Ablehnung. In der vermeintlichen Sicherheit. Doch es ging mir damit nicht gut.</p>
<p>Zufrieden waren alle um mich herum. Sie suchten ihr Lebensglück und fanden es auf die ein oder andere Art. Und ließen mich auf schmerzvolle Art daran teilhaben.</p>
<p>Ich verstand immer noch nicht, dass ich gar nicht die Anderen ablehnte oder sie mich. Denn ich lehnte mich selbst ab. Ich konnte mich einfach nicht annehmen wie ich war. Es war immer noch dieses Gefühl, wenn ich es tat, dann werde ich dafür bestraft. Ich verstand nur noch nicht weshalb.</p>
<h4>Es hat viele, viele Jahre gedauert bis mir klar wurde, dass ich immer noch den falschen Menschen vertraute.</h4>
<p>Diese Unterscheidung treffen zu können, diese erst einmal wahrzunehmen und darauf hinzuwirken, das ist ein langer Weg.</p>
<p>Darf ich langfristig die guten Erfahrungen wertschätzen und als wahres, tiefes, inneres Glück begreifen? Wie könnte ich die schlechten Erfahrungen nicht als die Wahrheit erfassen, sondern als Lerneffekt und inneres Wachstum?</p>
<p>Am Anfang steht immer der Selbstschutz. Es steht das Vertrauen in sich selbst. Dieses Vertrauen ist gerechtfertigt und es ist das Einzige, worauf ich am Ende wirklich hören sollte.</p>
<p>Im Grunde weiß ich, was mir guttut und ich weiß, was mich schmerzt.</p>
<p>Ich beginne damit mich zu rechtfertigen, zu erklären, doch mich hört Niemand. Niemand nimmt Notiz davon, dass auch ich eine Stimme habe, die mehr als gerechtfertigt ist und respektiert werden sollte.</p>
<p>Und dann meldete sich mein Bauchgefühl und signalisiert mir: hier stimmt etwas nicht!</p>
<h3><strong>Wenn ich mich belohnt fühle, obwohl ich eigentlich bestraft werde, dann ist das einfach FALSCH. Wenn ich mich belohnt fühle und es auch eine Belohnung ist, dann ist es RICHTIG. </strong></h3>
<p>In den letzten Jahren habe ich mir immer mehr Wünsche erfüllt.</p>
<p>Ich habe Dinge ausprobiert, bin viel gereist, habe viel allein unternommen und neue Wege bestritten.</p>
<p>Mich herausgewagt aus meiner Komfortzone. Das war nicht immer leicht.</p>
<p>Es gab genug Rückschläge, vor allem, weil es genug Menschen da draußen gibt, die nicht besonders nett sind.</p>
<p>Weil es Menschen gibt, die zwar auch an ihrem Seelenwohl und Selbstschutz interessiert sind, aber leider nicht daran, dass sie mit ihrem Verhalten andere Menschen verletzen könnten und es auch tun.</p>
<p>Besondere Vorsicht ist dabei geboten, wie ihre Reaktionen ausfallen, wenn sie auf eine solche Verletzung angesprochen werden. Und ganz besondere Vorsicht ist geboten, wenn die Schuld umgekehrt wird, und die Scham wieder auf der eigenen Seite steht.</p>
<h4>Dann ist etwas faul und stinkt zum Himmel!</h4>
<p>Ich bin innerlich gewachsen und dafür sollte ich mich auch solchen Situationen stellen, die mein Wachstum sichtbar machen. Und das tut oft noch mehr weh, als diese alten Verletzungen, die mich gelehrt haben, nichts wollen zu dürfen.</p>
<p>Es lohnt sich aber. Es lohnt sich durch diesen Schmerz hindurch zu gehen. Nicht daran vorbei oder mit einem großen Bogen darum herum.</p>
<h4><strong>Nein. Durch diesen Schmerz hindurch.</strong></h4>
<p>Jedes Mal wieder habe ich das getan. Und es tat verdammt weh!</p>
<p>Ich habe mich entwickelt, bin noch mutiger geworden, couragierter. Ich bin offener geworden, in dem ich mehr Facetten von mir zeige, aber gleichzeitig mehr Grenzen setze. Das ist auch mutig. Es ist jedoch vor allem emotionale Reife.</p>
<p>Und je mehr ich innerlich wachse, desto mehr Situationen tauchen auf, die meine Fähigkeiten herausfordern, meine alten Muster sichtbar machen, meine Grenzen testen und meine Stärke zeigen.</p>
<p>Diese Situationen spiegeln den inneren Fortschritt. Damit prüfe ich mich selbst. Doch damit gebe ich mir auch etwas zurück, von dem ich  am Anfang nie dachte, dass es noch viel besser sein kann als vorgestellt: die Erfahrungen, dass sich all meine Wünsche, Träume und Hoffnungen erfüllen können.</p>
<p>Ich darf alles wollen. Ich darf alles ausprobieren. Ich darf mich entwickeln.</p>
<p>Ich brauche mich nicht aufhalten lassen. Und ich darf mich zeigen, wie ich wirklich bin. Denn ich bin.</p>
<h4><strong>Entweder die Menschen versuchen mich zu verändern, mich zu beeinflussen oder mich zu verletzen. Dann ist es FALSCH.</strong></h4>
<h4><strong>Oder die Menschen akzeptieren und nehmen mich so an wie ich bin, sind emotional bei mir und freuen sich für mich, mit mir und wir miteinander. Dann ist es RICHTIG. </strong></h4>
<p>Alles Gute für Dich!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://annetthorn.de/selbstvertrauen-und-inneres-wachstum/">Richtig oder Falsch</a> erschien zuerst auf <a href="https://annetthorn.de">Annett Horn, Coach</a>.</p>
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		<title>Intuition &#8211; Wie der Bauch Kopf und Herz bestimmt</title>
		<link>https://annetthorn.de/intuition-verstehen-und-nutzen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Annett Horn]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Jan 2026 16:28:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>2025 gab es eine sehr emotional-geprägte Situation, die mich dazu veranlasste mir vorzunehmen, wieder mehr auf meine Intuition zu hören.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Meine innere Stimme spricht.</h2>
<p>2025 gab es eine sehr emotional-geprägte Situation, die mich dazu veranlasste mir vorzunehmen, wieder mehr auf meine Intuition zu hören.</p>
<p>Ich hatte mich einmal wieder neu verliebt.</p>
<p>Liebe war für mich schon immer ein schwieriges Thema.</p>
<p>Viele Jahre verwechselte ich es mit Bindungs- bzw. Verlustangst.</p>
<p>Mich fanden in der Vergangenheit potentielle Partner, die mir nicht zugewandt waren, Nähe und Kommunikation vermieden, mich belogen oder flüchteten, mich verletzten, bevor oder nachdem sie meine Gefühle eroberten.</p>
<p>Die Wirkung von früheren Verletzungen oder Traumata sind dabei nicht zu verachten.</p>
<p>Mein biologischer Vater verließ mich als ich 4 Jahre alt war. Er konnte mir nie sagen, ob er mich wirklich geliebt hat. Es gibt Fotos, die mich als Baby in seinen Armen zeigen. Er sieht glücklich darauf aus, mir zugewandt. Und ich denke, er war stolz.</p>
<p>Heute weiß ich, dass er nicht gegangen ist, weil er mich verlassen hat. Es war eine Geschichte zwischen ihm und meiner biologischen Mutter. Ich betone das hier so, weil ich auch zu meiner Mutter keinen Kontakt mehr habe. Die Bezugspersonen und Herzensmenschen in meiner Kindheit waren meine Großeltern. Sie waren ein Elternersatz.</p>
<p>Menschen sind in mein Leben gekommen und gegangen. Potentielle Partner sind immer nur gegangen. Und die Partner, mit denen ich eine Beziehung geführt habe, sind auch irgendwann gegangen (vorwiegend innerlich). Sie hatten mich verlassen, bevor wir uns überhaupt getrennt haben.</p>
<p>Das alles hat sich immer angefühlt, wie die Wiederholung eines alten Musters:</p>
<p><strong>„Der Mensch, der mich liebt, geht und sagt nichts.“</strong></p>
<p>Das ist der Schmerz des kleinen Mädchens in mir.<br />
Am Ende jeder dieser Erfahrung tat es mir immer am Meisten weh.</p>
<p>Und hier ein ganz persönlicher Einschub: ein besonders reflektierter und hochempathischer Mensch fühlt beide Seiten.</p>
<p>Doch Autsch! Ich schrieb im ersten Satz „mir vorzunehmen“. So als wenn das auf den Instinkt oder das Bauchgefühl hören, ein Projekt oder eine Aufgabe ist, die es zu erledigen gilt.</p>
<p>So funktioniert das mit Gefühlen jedoch nicht.</p>
<h3>Intuition ist angeboren.</h3>
<p>Wir Menschen haben Instinkte, denen wir auch folgen, wenn alles andere versagt.</p>
<p>Ich habe für mich festgestellt, dass es wichtig ist (wenn auch zu üben), Intuition von dem Gefühl der Angst, der Verletzung oder der Hoffnung bzw. eines Wunsches zu trennen.</p>
<p>Sie ist das, was übrig bleibt, wenn alles andere leiser wird. Manchmal habe ich einen komplexen Moment der Intuition.</p>
<p>Für mich fühlt es sich dann innerlich sehr ruhig, warm und schmerzfrei an.</p>
<p>Doch das lässt sich nicht erzwingen.</p>
<p>Unser &#8222;Bauchgehirn&#8220; meldet sich, wenn etwas nicht stimmt. Manchmal ist es so laut, dass wir es gern überhören, weil unser Kopf oder Herz stark dagegen halten. Oft leide ich unter Magenschmerzen, ohne dass es z.B. ernährungsbedingte Gründe gibt.</p>
<p>Vielleicht möchte mir mein Bauchgefühl genau die eine Richtung vorgeben. Oder ich habe bereits tief in mir eine Entscheidung getroffen, die noch nicht in meinem Kopf oder Herzen angekommen ist.</p>
<p>Wahrheit und Entscheidungen sind eng miteinander verbunden.</p>
<h4>Die Wahrheit ist für Jede*n von uns eine andere.</h4>
<p>Doch Entscheidungen müssen wir alle treffen und das tun wir, mehrere 100 Male am Tag. Zum größten Teil sind wir uns gar nicht bewusst darüber. Doch es gibt Entscheidungen, die mächtig sind, weil sie auf Emotionen, Erfahrungen, Informationen, Werten, Zielen und auch Konsequenzen beruhen. Sie sind uns oft nicht bewusst.</p>
<p>Deine Wahrheit und damit Deine Entscheidung erkennst Du nicht allein an den Fakten. Du spürst sie auch im Herzen und in Deinem Bauch. Manchmal schneller als Du es mit Deinem Verstand erfassen kannst.</p>
<p>Du denkst einen Gedanken und schon erlebst Du ein Hochgefühl, freust Dich wie ein kleines Kind und fühlst Dich beseelt.</p>
<h3>Entscheidungen treffen.</h3>
<p>Doch was macht es mit Dir, wenn Du eine Entscheidung treffen musst und Du Dich in diesem Moment fühlst, als würdest Du Dich selbst betrügen oder einen Vertrauensbruch begehen?</p>
<p>Was helfen Instinkte, wenn alle physischen Beweise gegen die Situation oder Entscheidung sprechen?</p>
<p>In diesen Fällen kann es helfen, Kopf, Herz und Bauchgefühl wieder zu vereinen. Dazu können verschiedene Übungen dienen. Aus eigener Erfahrung empfehle ich hierzu z.B. die <em>Ressourcenaufstellung</em> oder den <em>Lebensfluss (Timeline)</em>. Ich finde, manche Dinge können nicht alt genug sein, denn was früher funktioniert hat, tut es auch heute noch.</p>
<p>Wichtig bei allem ist jedoch, mit sich selbst und dem eigenen Umfeld sehr achtsam umzugehen. Achtsamkeit kann uns dabei helfen, für uns selbst gut zu sorgen. Und auch, dem eigenen Umfeld respektvoll und wertschätzend zu begegnen.</p>
<p>Ressourcen-Modelle liefern gute Anregungen, um deine Ziele anzupacken, deine Vorhaben zu verwirklichen oder um gute Entscheidungen zu treffen.</p>
<h4>Allein die Intuition ist zu gewissen Punkten mit Vorsicht zu genießen.</h4>
<p>Vor allem, wenn es Themen betrifft, zu denen die eigene, wenn möglich eher negativ behaftete Erfahrung tief verwurzelt und einseitig geprägt ist und dazu führt, an gewohnten inneren Strukturen anzudocken.</p>
<p>Dies kann dann tatsächlich zu komplexen und verschiedenen Eigenemotionen führen und leider auch mal in emotionale Einbahnstraßen.</p>
<p>Der Körper sendet trotz allem weiter Signale, auch Warnungen, z.B. durch dumpfe Gefühle oder Schmerz &#8211; doch das ist nicht zwingend Intuition. In solchen Momenten, wie ich sie hin und wieder erlebe, tue ich meist gar nichts, um zunächst ein inneres Gleichgewicht wieder zu erhalten. Manchmal erwischt mich auch ein Überschwall an Emotionen, die sich zum Beispiel durch Weinen oder Lachen äußern. Das ist solange unbedenklich, wenn die Emotionen wieder in Einklang geraten.</p>
<p>Damit mich meine Intuition weniger auf die falsche Fährte führt, sollte ich dann doch meinen Verstand benutzen, um die Situation soweit es möglich ist, auch rational zu bewerten. Alte Muster sind nicht gleich ein gutes Bauchgefühl. Sie verschaffen eben nur ein gewohntes Bauchgefühl.</p>
<h3>Ach ja, und das Herz.</h3>
<p>Das Herz ist die dritte im Bunde wenn es darum geht, gute Entscheidung zu treffen.</p>
<p>Es gibt wahre Herzmenschen und sehr rationale Menschen. Doch auch diese haben ein Herz.</p>
<p>Das Herz steht für unsere Emotionen, es füllt sich mit Blut und pumpt es im Sekundentakt durch unseren Körper. Es fließt durch all die Bahnen, spürt hin. Wenn der Blutdruck steigt, sind das Reaktionen, die immer mit einer Emotion einhergehen.</p>
<p>Etwas tut uns gut oder auch nicht, etwas erschreckt uns oder auch nicht, etwas bringt uns außer Kontrolle oder auch nicht. Das Herz steht für die Symbolik der Einheitlichkeit von allen drei Gestirnen: Kopf, Herz und Bauch.</p>
<p>Auf das eigene Herz zu hören, kann daher nie verkehrt sein. Wenn wir auf unser Herz hören und uns erlauben, in seine Tiefen vorzudringen, dann erkennen wir auch, welchen Schatz uns unser Leben bereit hält.</p>
<p>Deshalb ist es wichtig, im entscheidenden Moment achtsam zu sein und inne zu halten. Damit wir uns wahrnehmen und uns bewusst werden kann, wovon wir immer geträumt haben.</p>
<h4>Wir vertrauen dann der Stimme unseres Herzens und damit der Stimme unserer Intuition.</h4>
<p>Wenn ich einfach nicht mehr weiter weiß, dann hilft es mir, ein paar Tage (oder auch Wochen) so gut es geht von dieser Situation abzulassen und sie zu einem späteren Zeitpunkt neu zu bewerten. Dann verspüre ich auch wieder mehr des intuitiven Gefühls.</p>
<p>Im Falle meines eingangs erwähnten Erlebnisses kann ich nur sagen, dass ich meine innere Balance wiedergefunden und damit auch ein altes Muster durchbrochen habe. Geschafft habe ich das, weil ich mich seit Jahren darin übe, mein Urvertrauen zu stärken und damit mir selbst und dem Leben ansich am meisten zu vertrauen.</p>
<h4>Das heißt jedoch nicht, dass sich dieses Muster nicht wieder meldet.</h4>
<p>Das tut es. Es ist nämlich bequem und bekannt. Und dann fängt es wieder an weh zu tun.</p>
<p>Uns stehen Hindernisse im Weg, die wir lange nicht als solche erkannt haben.</p>
<p>Manchmal reden wir uns ein, dass unsere Träume ohnehin unerreichbar sind. Oder wir fürchten, dass wir Menschen, die uns nahestehen, verletzen könnten, wenn wir uns erlauben, das Leben zu führen, das wir uns wünschen.</p>
<p>Dann ist da die Angst zu scheitern. Die Angst, nicht gut genug zu sein. Die Angst, dass alles zusammenbricht, sobald wir den ersten Schritt wagen. Und das vielleicht größte Hindernis: Wenn ein Traum plötzlich greifbar wird, wenn er nicht mehr nur eine Idee ist, sondern Realität werden könnte. Dann schrecken wir zurück.</p>
<p>Weil genau das, was wir uns so lange gewünscht haben, uns plötzlich überfordert.</p>
<p>Für mich zeigt sich das besonders in der Liebe. Letztes Jahr habe ich dieses alte Muster durchbrochen, das mich seit meiner Kindheit begleitet hat: die Angst, jemanden zu verlieren.</p>
<p>Ich bin durch eine jahrzehntelange Phase gegangen, die mich herausgefordert hat, die mich verunsichert hat, die mich gezwungen hat, mir selbst zu begegnen. Aber genau in dieser Krise habe ich etwas gefunden, das ich vorher nicht kannte: ein stärkeres Gefühl für meine eigene Identität. Mehr Vertrauen in mich selbst. Und eine Form von Selbstliebe, die nicht von außen abhängig ist.</p>
<p>Das steht an erster Stelle. Immer.</p>
<p>Vielleicht ist das der Weg, wie wir Hindernisse überwinden: indem wir uns selbst zuhören, uns ernst nehmen und uns erlauben, mutig zu sein. Auch wenn es sich ungewohnt anfühlt.</p>
<p>Es sollte einen Punkt in unserem Leben geben, an dem wir beginnen, unserer eigenen Intuition zu vertrauen.</p>
<p>Wenn wir uns selbst ernst nehmen, wird es möglich, alte Muster zu durchbrechen.</p>
<p>Aus heutiger Sicht kann ich sicher sagen, dass ich darauf vertrauen konnte und auch weiterhin darf, dass ich gut damit umgehe. Ich gab mir ein Gefühl der Sicherheit und der Echtheit, mit jeder Erfahrung, die ich durchlebte, egal ob mit 14 Jahren oder 30 Jahre später.</p>
<p>Und ich bin aus tiefstem Herzen dankbar für diese Erfahrung, die ich zu diesem Zeitpunkt mit diesem Mann gemacht habe. Und ihm auch.</p>
<p>Es half mir dabei, diesen Schatz in mir selbst zu entdecken.</p>
<h3>Das Leben schreibt ständig neue Geschichten.</h3>
<p>Es tut gut, wenn wir diese Erlebnisse, die Kopf, Herz und Bauch in einem positiven Sinne vereinen, ganz tief in unser inneres Schatzkästchen verstauen.</p>
<p>Hin und wieder können wir einen Blick riskieren, einen Lichtstrahl entweichen lassen, ein Stück von diesen wunderbaren Erlebnissen zulassen, um sich davon zu nähren.</p>
<p>Denn am Ende ist es das, was uns innerlich wachsen und gedeihen lässt.</p>
<p>Was dazu führt, dass wir uns an neue Erlebnisse heranwagen.</p>
<p>Was dazu führt, dass wir Horizonte überschreiten, bei denen wir niemals vermutet hätten, dass wir nur ein kleines Stück an unsere Träume herankommen.</p>
<p>Kein Horizont ist zu weit entfernt.</p>
<p>Es braucht jedoch alles seine Zeit. Erlittene Verletzungen brauchen Zeit zum Heilen oder zum Vernarben. Schöne Erfahrungen sollen uns nähren.</p>
<p>Oft geht es um die Art und Weise, welchen Weg wir einschlagen, ob wir auch mal die Richtung ändern, zurückfallen und uns auf einen neuen Weg wagen. Wichtig ist, auch weiterhin auf uns und unsere Intuition zu vertrauen.</p>
<p>Ich bin mir sicher, dass das niemals falsch sein kann.</p>
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